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23.05.2008 › Wie Freundschaften den Schulerfolg beeinflussen
Intensive Freundschaften hängen eng mit den schulischen Leistungen von Kindern zusammen und können sowohl positive als auch negative Konsequenzen haben. Das haben jetzt Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg herausgefunden. Sie untersuchten Peergroups im Hinblick auf ihren Einfluss auf die schulische Laufbahn.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger untersuchen hallesche Erziehungswissenschaftler seit 2005 in einer Längsschnittstudie, welche Bedeutungen die Zugehörigkeit zu Gruppen mit Gleichaltrigen für den Verlauf schulischer Bildungsbiografien hat. Sie berücksichtigen dabei sowohl schulische als auch außerschulische Peereinbindungen und -aktivitäten. Peers verstehen sie als informelle Gleichaltrigengruppen, die sie in verschiedenen Kontexten untersuchen. Darunter fallen Beziehungsformen wie lose Netzwerke, Cliquen oder auch intensive Zweierfreundschaften.
"Dabei wollen wir den Einfluss auf erfolgreiche beziehungsweise weniger erfolgreiche Schulkarrieren analysieren”, erklärt Sina Köhler, Diplompädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projektes.
Die Jugendforschung konzentrierte sich bislang hauptsächlich auf außerschulische jugendkulturelle Szenen und Cliquen. Die Schulforschung interessierte sich vor allem für unterrichtsrelevante Aspekte. „Durch die Verbindung dieser Ansätze versuchen wir, das Verhältnis zwischen Freizeitaktivitäten und dem schulischen Leistungsverhalten in den Focus zu nehmen."
Die erste Datenerhebung haben die halleschen Forscher mit Elfjährigen in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen an fünf verschiedenen Schulen durchgeführt. Dabei haben sie 158 Schüler aus unterschiedlichen Schulformen befragt, einem Gymnasium in nichtstaatlicher Trägerschaft, zwei ländlichen Sekundarschulen, einer Integrierten Gesamtschule und einer Hauptschule mit einem recht hohen Anteil von Lernenden mit Migrationshintergrund. So erhielten sie einen ersten Überblick, wie die Kinder mit Gleichaltrigen in Beziehungen stehen und fragten nach Freundschaftsbeziehungen, Schulleistungen sowie sozialer Herkunft.
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