Willkommen bei Neue Wege für Jungs

Bundesweites Netzwerk von Initiativen zur Berufswahl und Lebensplanung von Jungen

Aktuelles

09.09.2010 › Frischer Wind fürs neue Schuljahr : Neue Fortbildungsreihe zur geschlechterreflektierter Jungenarbeit

Zum Schuljahresbeginn bietet das Bildungsprojekt "Jungenarbeit und Schule" in Kooperation mit dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) eine neue Fortbildungsreihe für Lehrkäfte und Pädagoginnen und Pädagogen an. Ziel der Fortbildung ist es, diese darin zu unterstützen, zukünftig besser auf die besondere Situation von Jungen in der Schule einzugehen.

Die Lehrenden sollen dazu befähigt werden, den Druck zu erkennen, dem Jungen durch idealisierte Männlichkeitsbilder ausgesetzt sind, Jungen in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und problematische Verhaltensweisen von Jungen besser zu verstehen. Das erste Modul der insgesamt achttägigen Fortbildung findet am 29. und 30. September in Berlin statt. Die weiteren Module werden im Oktober und Dezember 2010 sowie im Februar 2011 ebenfalls in Berlin durchgeführt.

Spätestens seit PISA gelten Jungen als Bildungsverlierer, die zudem oft durch gewaltvolles und störendes Verhalten im Schulalltag auffallen. Auch wenn diese aktuellen Debatten verkürzt seien, lenken sie doch den Blick auf die geschlechtsspezifischen Gründe für das Verhalten von Jungen, beispielsweise die Orientierung an unerreichbaren Männlichkeitsbildern, so eine These des Projektteams. Jungen stünden unter einem erheblichen Druck, sich wie "richtige" Jungen verhalten zu müssen, also cool, unabhängig und souverän zu sein. Fleiß, Sorgfalt und das Zeigen von Schwäche seien dagegen nur schwer mit traditionellen Männlichkeitsbildern vereinbar. Dies werde Jungen spätestens in der Schule zum Nachteil.

Was kann ich als Pädagogin oder Pädagoge tun, um den betroffenen Schülern einen Weg aus dem Teufelskreis von einengendem Selbstbild, Versagen und Perspektivlosigkeit aufzuzeigen? Diese Frage begleitet viele Lehrende durch ihren Berufsalltag. Und genau hier setzt die Fortbildungsreihe an. Ausgehend von den Erfahrungen im Lehralltag geht es darum, praxisnahe Konzepte für eine geschlechterreflektierte Pädagogik zu vermitteln, die zum Ziel hat, den Jugendlichen eine kritische Auseinandersetzung mit einengenden Identitätsanforderungen zu ermöglichen. Ergebnisse der Geschlechterforschung werden dabei ebenso diskutiert wie Ziele, Arbeitsweisen und Methoden der praktischen Jungenarbeit. Darüber hinaus werden Praxisprojekte entwickelt, erprobt und gemeinsam bearbeitet.

Die Fortbildungsreihe wird bis 2012 in acht Bundesländern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Dissens e.V. (www.dissens.de) durchgeführt, einem Beratungs-, Bildungs- und Forschungsinstitut mit den Arbeitsschwerpunkten Geschlechterverhältnisse, Männlichkeit und Jungen. Auch die Anmeldung für die Fortbildung in Berlin erfolgt über Dissens e. V..

Weitere Informationen zu Terminen, Anmeldung und Inhalten finden Sie unter www.jungenarbeit-und-schule.de

Das Projekt "Jungenarbeit und Schule" wird im Rahmen des Bundesprogrammes "XENOS - Integration und Vielfalt" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


Ansprechpartner:
Dissens e.V., Projekt "Jungenarbeit und Schule"
Bernard Könnecke
Tel.: 030-549875-40 oder 0175-806 36 03
E-Mail: info@jungenarbeit-und-schule.de

Weitere News

19.05.2006 › Perspektiven einer innovativen Väterpolitik

In 25 Facetten versucht die Studie, der Komplexität moderner Vaterforschung und Praxis gerecht zu werden. Neben einer historischen Analyse von Vaterschaft werden neuere Konzepte von Vaterschaft vorgestellt.
Die Studie war im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt worden, auf der Website www.bmfsfj.de kann die Studie heruntergeladen werden.


17.05.2006 › Neue Partner im bundesweiten Netzwerk NEUE WEGE FÜR JUNGS

Der Verein LEMann Jungen- und Männernetzwerk in Leipzig, die Gemeinde Markt Ammerndorf und die Dokumentationsstelle Jungenarbeit in Hamburg wurden im April 2006 neue Netzwerkpartner im Projekt NEUE WEGE FÜR JUNGS.

LEMann e.V.führt Projekte und Veranstaltungen für Jungen und Männer durch, fördert den fachlichen Austausch geschlechtsspezifischer Arbeit und stellt Information der Öffentlichkeit zu geschlechtsspezifischen Themen zur Verfügung.
Der Bürgermeister der Gemeinde Markt Ammerndorf hat in diesem Jahr alle Jungs aus der Gemeinde im Alter von 13 bis 16 Jahren schriftlich zum 27. April 2006 eingeladen und aufgerufen einen Tag in einen sozialen Beruf zu schnuppern.
Die Dokumentationsstelle Jungenarbeit in Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Aktivitäten rund um geschlechtsbewußte und geschlechtssensible Jugendarbeit mit dem Hauptaugenmerk auf Jungen in Hamburg zu informieren.


15.05.2006 › gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht

Der Titel des Buches zielt in mehrere Richtungen: gender kicks sind Schüsse, Anstöße, Interventionen in die Politik und Kultur des Fußballs, die verdeutlichen, dass das Geschlecht auf und neben dem Platz immer mitspielt. Die Erkenntnis gender kicks! besagt damit auch, dass Frauen Teil des Fußballs sind, dass sie nicht nur buchstäblich mitkicken, sondern in verschiedenen Positionen und Rollen in das Fußballgeschehen involviert sind, und zwar schon heute und nicht erst in Zukunft.

Die in diesem Buch versammelten Texte und Interviews loten in unterschiedlicher Weise die Geschlechterverhältnisse im Fußball aus, sie beschreiben und reflektieren die Kultur der Männlichkeit, die den Fußball dominiert, ebenso wie die Alternativen und Gegenbewegungen, die diese Dominanz an vielen Punkten unterwandern und brechen. Hier berichten weibliche Fans von ihrer Liebe zum Spiel und der Begegnung mit dem Sexismus der Fußballwelt, eine Journalistin schildert ihre Erfahrungen im Fußballland Italien, WissenschaftlerInnen schreiben über die homosexuelle Sportwelt, über Gender und Fußball in Japan oder die Situation von Frauen in der Hooligan-Szene. Die Frage nach den Geschlechterverhältnissen ist dabei nicht eine unter vielen, sondern vielmehr die Folie, vor der verschiedene Bereiche des Fußballs betrachtet werden.

Weitere Informatioenen unter http://aktive-fans.de


12.05.2006 › Erster Deutscher Familientag am 15. Mai

"Jetzt ist Familie drin” - so lautet das Motto des Ersten Deutschen Familientages, zu dem Bundesministerin Ursula von der Leyen und die Initiative ” Lokale Bündnisse für Familie” am 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, nach Berlin einladen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler, der seinen Besuch zugesagt hat. Am 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, erwartet die Besucherinnen und Besucher auf der Berliner Museumsinsel ein attraktives Programm aus Information, Diskussion und Unterhaltung. Eine Familienmeile mit Informationsständen, Bühnenprogramm, Mitmachaktionen und Praxistipps rund um das Thema Familie richtet sich sowohl an Fachleute, aber auch an Familien und andere Interessierte. Lokale Bündnisse für Familie aus ganz Deutschland stellen ihre Arbeit vor.
Besonderer Höhepunkt des Unterhaltungsprogramms auf dem Familientag ist ein Rekordversuch: Gemeinsam kommen die Gäste des Familientages im Berliner Lustgarten zusammen, um sich in einen riesigen Rahmen für das größte Familienbild der Welt fotografieren zu lassen.

Weitere Informationen unter:

www.ersterdeutscherfamilientag.de

www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de


11.05.2006 › NEUE WEGE FÜR JUNGS im Berufsbildungsbericht 2006

Der Berufsbildungsbericht 2006 behandelt die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2005. Die Bilanz des vergangenen Jahres zeigt, dass der „Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland” wirkt, aber neue Dynamik braucht. 2005 wurden weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. In vielen wird das Berufswahlverhalten von Jungen – ebenso wie das der Mädchen – von tradierten Geschlechterrollenvorstellung beeinflusst.


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