Bundesweites Netzwerk von Initiativen zur Berufswahl und Lebensplanung von Jungen
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27.04.2008 ›
Neue Wege für Jungs im Interview mit dem Südwestrundfunk (SWR)
Macho muss nicht sein – Kann ein „Boysday” das Männerbild korrigieren? In der Diskussion: Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck, Leiterin des Gender-Instituts Hamburg; Miguel Diaz, Soziologe und Projektkoordinator des Bundesprojektes Neue Wege für Jungs und Ulrich Boldt, Lehrer im Hochschuldienst an der Universität Bielefeld
Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das einen „Boysday” anbieten wird, analog zum „Girlsday": ein Angebot nur für pubertierende junge Männer, denn die scheinen es nötig zu haben. Lernen sollen sie an diesem Tag, dass es jenseits alter Rollenbilder und neuer Machismen berufliche Chancen gibt - und dadurch Lebensmodelle, die mit dem traditionellen Männerbild wenig zu tun haben.
Lernen müssen sie dazu, dass Jungs sich emanzipieren können. In ihrer Medienwelt, in ihren favorisierten Filmen, Büchern und Computerspielen, finden sie dafür kaum Vorbilder, statt dessen viel Imponiergehabe und Heldentum – irgendwas zwischen Egoshooter und Superman. Pädagogen beklagen, dass männliche Jugendliche wenig Anreize finden, sich auf Berufe einzulassen, die seit Jahren weiblich besetzt sind: Erzieher zum Beispiel gilt weithin als „schwul”. Welche Möglichkeiten hat die Politik, durch einen „Boysday” andere Akzente zu setzen und „Neue Wege für Jungs” aufzuzeigen? So zumindest heißt bereits eine bundesweite Initiative.
Das gesamte Interview steht Ihnen unter www.swr.de als Podcast zur Verfügung.