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Aktuelles

18.01.2012 › Mit einem Quereinstieg vom Soldaten zum Erzieher - Interview mit Christian Kuhle

Nach acht Jahren Dienst bei der Bundeswehr hat sich Christian Kuhle für eine Ausbildung zum Erzieher an der Bundeswehrfachschule für Sozialpädagogik entschieden. Ein ungewöhnlicher Weg, über den er mit der Koordinationsstelle "Männer in Kitas" in einem Interview gesprochen hat.

"Als die ersten Soldaten in Afghanistan verunglückten, ließ ich mich nach Berlin versetzen und wollte mich dort beruflich umorientieren. Auf den ersten Blick scheint dieser Werdegang sehr ungewöhnlich. Aber ich muss sagen, dass meine Zeit bei der Bundeswehr nicht so war, wie es sich die Meisten vorstellen. Ich war bei einer relativ kleinen Einheit, in der es fast schon familiär zuging und ich viele interessante Aufgaben hatte, die nicht unbedingt dem klassischen Bundeswehrbild entsprechen. Hier hatte ich die Möglichkeit einen großen Schritt in meiner persönlichen Entwicklung zu machen", so Kuhle über seine Arbeit bei der Bundeswehr. In Berlin angekommen wurde der ehemalige Soldat durch den Berufsförderungsdienst auf die Erzieherfachschule aufmerksam, hospitierte dort und entschied sich anschließend für die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher.

Die Arbeit mit den Kindern empfindet Kuhle als sehr bereichernd: "Aus welchem Blickwinkel Kinder die Welt entdecken, wie sie Fragen stellen und auch ihre Ehrlichkeit beeindrucken mich täglich aufs Neue. Ich finde es schön zu sehen wie sich die Kinder von Beginn ihrer Kitazeit bis zum Schuleintritt entwickeln. Die Kinder kontinuierlich über diese fünf Jahre in ihren Bildungsprozessen zu begleiten, ist für mich eine große persönliche Bereicherung."

Zu Beginn seiner Arbeit in der KiTa war Christian Kuhle der einzige männliche Erzieher und hatte zunächst das Gefühl, dass seine weiblichen Kolleginnen einen besonders kritischen Blick auf seine Arbeit warfen. Mittlerweile gibt es im Haus jedoch vier Männer, was dem Ganzen eine gewisse Normalität verleiht.

Christian Kuhle hat seinen Schritt nie bereut und blickt mittlerweile auf auf eine mehrjährige Berufserfahrung als Erzieher. Mehr über seine Beweggründe, sich für diese Ausbildung zu entscheiden, seine bisherigen Erfahrungen und seine Wünsche bezüglich Arbeits- und Rahmenbedingungen seiner Arbeit, lesen Sie im vollständigen Interview unter: www.koordination-maennerinkitas.de.

Weitere News

21.05.2012 › WDR 5 Sendung zum Boys'Day - Welche Berufe sollten Jungen näher kenn lernen?

Wie erklären Sie sich, dass die Trennung zwischen Männer- und Frauenberufen immer noch so stark ist? Welche Berufe sollten Jungen Ihrer Meinung nach einmal näher kennenlernen? Was sollte die jetzige Jungengeneration dort lernen? Und was würden Sie, wenn Sie in einem klassischen Frauenberuf arbeiten, ihnen gerne mitgeben? Um diese Fragen ging es im WDR 5 Tagesgespräch zusammen mit dem Studiogast Dr. Thomas Gesterkamp. Das Gespräch zum Nachhören: www.wdr5.de


16.05.2012 › Der 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homophobie

Homophobie- ein Thema, das auch 2012 aktuell ist. Ob öffentlich oder subtil, Gewalttaten aus homophoben Gründen gehören zur Realität. Aufmerksamkeit schaffen und sensibilisieren gegen Vorurteile, Gewalt und Diskriminierungen gegen LSBT (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle). Darum geht es seit 2005 am 17. Mai am internationalen Tag gegen Homophobie (engl. IDAHO).


15.05.2012 › Neuer UNICEF-Report zur Lage von Jugendlichen

Laut UNICEF leben auf der Welt heute rund 1,2 Milliarden Jugendliche – nahezu jeder fünfte Erdenbürger ist heute ein Jugendlicher. Rund 90 Prozent von ihnen leben in Entwicklungsländern. Ihre Zahl wird bis 2050 weiter steigen – auch wenn aufgrund sinkender Geburtenraten der Anteil der Jugendlichen an der Weltbevölkerung (außer im südlichen Afrika) insgesamt langsam sinkt.


14.05.2012 › Neuerscheinung: Was bedeutet Geschlechtergerechtigkeit

Die Autorin Irene Pimminger, sozialwissenschaftliche Forscherin und Beraterin mit den Schwerpunkten Geschlechterforschung, Gleichstellungspolitik, Arbeitsmarkt und Beschäftigung sowie Sozialpolitik widmet sich in ihrer aktuellen Veröffentlichung der Frage: Was bedeutet Geschlechtergerechtigkeit als Maßstab, an dem sich feministische Kritik entzünden und Gleichstellungspolitik orientieren kann?


11.05.2012 › Stellenausschreibung FUMA e.V.

Zur Wiederbesetzung sucht der Fachverband FUMA e. V. zum 01.08.2012 eine Referent_in für Gender Mainstreaming und Öffentlichkeitsarbeit für eine 75% Stelle (TV-L 10) für die Fachstelle Gender NRW mit Sitz in Essen. Bei gleicher Qualifikation bevorzugen wir aus fachlichen Gründen eine Frau als Mitarbeiterin, gerne mit Migrationshintergrund.


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