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Bundesweites Netzwerk von Initiativen zur Berufswahl und Lebensplanung von Jungen

Aktuelles

25.03.2010 › Ausbildungs-Initiative für junge Migrantinnen und Migranten / Beginn einer neuen Medienkampagne

"Arbeit bedeutet nicht nur ein geregeltes Einkommen. Genauso wichtig sind die damit verbundene gesellschaftliche Anerkennung und die Teilhabe an der Gesellschaft. Gerade für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte ist die berufliche Ausbildung ein zentraler Schlüssel für eine dauerhafte Integration. Deshalb müssen wir für diese Gruppe vorhandene Zugangsbarrieren abbauen und deren Ausbildungsbeteiligung deutlich erhöhen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan anlässlich eines Treffens mit deutschen und ausländischen Wirtschaftsverbänden sowie mit der Staatsministerin für Integration Maria Böhmer. Die Teilnehmenden des Treffens bilden zusammen die Initiative "Aktiv für Ausbildungsplätze".

Ziel der Initiative ist es, die wachsende Wirtschaftskraft von Betrieben mit Inhabern mit Zuwanderungsgeschichte verstärkt zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze zu nutzen. Denn derzeit gibt es in Deutschland zwar rund 580.000 Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund, aber die Beteiligung an der betrieblichen Ausbildung in diesen Unternehmen liegt mit 14 Prozent deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 25 Prozent.

Um dies zu ändern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun in 34 Städten Ausbilderseminare für Fachkräfte sowie für Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Bis Ende 2010 sollen nach erfolgreicher Teilnahme an der Qualifizierung 1.000 zusätzliche Ausbilderinnen und Ausbilder mit Migrationshintergrund das von den Kammern ausgestellte Zertifikat der Ausbildereignung in der Hand halten. Das BMBF finanziert die Kurse mit rund 900.000 Euro. "Mit einer eigenen Ausbildung können die Unternehmen den eigenen Fachkräftenachwuchs sicherstellen und einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels beitragen", sagte Schavan.

"Junge Migranten sind die Fachkräfte von morgen. Das ist eine zentrale Botschaft der Initiative", betonte Staatsministerin Maria Böhmer. "Schon jetzt bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt, weil es zu wenige Bewerber gibt. Viele Unternehmen setzen deshalb bereits verstärkt auf die Ausbildung von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Dabei profitieren die Betriebe von der Mehrsprachigkeit und den kulturellen Erfahrungen vieler Migranten. Vielfalt ist eine Chance! Um noch mehr Betriebe davon überzeugen zu können, führen wir diese Offensive für eine bessere Bildung der Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln weiter."

Ein weiterer Baustein der Initiative ist die neue Medienkampagne "Mittendrin und unsichtbar! Migrantinnen und Migranten in der beruflichen Bildung". Die Medienkampagne zur beruflichen Bildung von Migrantinnen und Migranten umfasst u. a. einen Nachwuchswettbewerb für Journalisten, eine Medienkonferenz für ausländische Print- und TV-Medien, die Redaktionen in Deutschland haben, sowie eine bundesweite Fachtagung zum Thema "Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund" und mehrsprachige Publikationen und Fachglossare zur beruflichen Bildung. Das BMBF finanziert die Medienkampagne mit rund 500.000 Euro.

"Die deutsche Wirtschaft wird schon aus demografischen Gründen bald auf jeden jungen Menschen angewiesen sein. Wir werden dies als Chance ergreifen, endlich auch die bislang unterdurchschnittliche Ausbildungsbeteiligung von jungen Menschen sowie von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund zu erhöhen", sagte Schavan. Während sich deutsche Jugendliche zwischen 18 und 21 Jahren zu 57,6 Prozent an der dualen Ausbildung beteiligen, sind dies bei den ausländischen Jugendlichen nur 23,9 Prozent.

Die Koordinierungsstelle Ausbildung in ausländischen Unternehmen (KAUSA), ein Programmbereich des BMBF-Programms JOBSTARTER, übernimmt die Umsetzung der Maßnahmen. Weitere Informationen sowie Lehrgangsorte und Kontakte der Vorbereitungskurse finden Sie unter www.kausa.de

Quelle: www.bmbf.de

Weitere News

08.06.2006 › Initiative zeigen und 1.000 Euro gewinnen

Schulwettbewerb „Was geht? - Wettbewerb für Berufsorientierungsprojekte
Chats mit Vorstandvorsitzenden? Eine eigene Info-Messe an der Schule? Interviews zur Studien- und Berufswahl auf der Schulhomepage? In punkto Berufs- und Studienorientierung an der Schule kann man sich vieles ausdenken. Um die Berufsorientierung in Schulen zu fördern, hat die Kölner Einstieg GmbH daher den bundesweiten Schulwettbewerb „Was geht? Berufsorientierungsprojekte an Schulen” ausgeschrieben. Schüler sind aufgerufen ihre Wünsche und Ideen für die Gestaltung der Studien- und Berufsorientierung an ihrer Schule einzureichen.
Das Konzept sollte innovativ und umsetzbar sein, damit der Einstieg ins Berufsleben nicht zum Stolperstein wird. Der erste Platz erhält 1.000 Euro, Platz zwei 500 Euro und der Drittplatzierte bekommt 250 Euro. Einsendeschluss ist der 16. September 2006.
Weitere Informationen erfahren Sie auf der Website www.einstieg.com.


06.06.2006 › Warum essen Mädchen Salat und Jungen Fleisch?

Frauen und Mädchen tendieren in ihren Nahrungsmittelvorlieben stärker zu Obst, Gemüse und Milchprodukten, Männer und Jungs favorisieren Fleisch. Dieses Verhalten ist auch bei Kindern und Jugendlichen in der Schule zu beobachten. Ernährungsverhalten als Ausdruck von Geschlechtlichkeit, als „doing gender”? Sozialwissenschaftler bestätigen das. Der Beitrag von talkingfood.de beleuchtet die sozialwissenschaftliche Genderforschung in der Ernährungserziehung. Lesen Sie hier weiter.


01.06.2006 › Dieter Baacke Preis für medienpädagogische Projekte

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnet die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte aus, die in der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit entstanden sind. Bewerben können sich Initiativen oder Einzelpersonen, die innovative, originelle oder mutige Projekte zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz durchführen. Das kann beispielsweise ein multimediales Projekt in einem Jugendzentrum sein, ein Kinderradioprojekt, die Etablierung medienpädagogischer Eltern-Kind-Aktivitäten im Vorschulbereich oder auch ein außergewöhnliches Film- oder Videoprojekt. Die Projekte sollten im Jahr der Ausschreibung oder im Vorjahr realisiert worden sein. Die Preisträger erhalten eine Zuwendung für ihre medienpädagogische Arbeit in Höhe von: 3.000 Euro (1. Preis); 1.500 Euro (2. Preis); 500 Euro (3. Preis). Bewerbungsschluss ist der 31. August 2006 (Poststempel).
Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen erhalten Sie hier


30.05.2006 › Literaturtipp

”Es ist ein Junge!” Einführung in die Geschichte der Männlichkeiten in der Neuzeit, so lautet der Titel des 11. Bandes der Reihe „Historische Einführungen”. Die beiden Autoren, Jürgen Martschukat und Olaf Stieglitz, versuchen zu zeigen, wozu Männlichkeiten untersucht werden. Ziel des Buches ist, auf verschiedenen Ebenen die Geschichte und Geschichtsschreibung der Männlichkeiten so zu strukturieren, dass es erstens eine Orientierungshilfe für den Einstieg in das Feld bietet, zweitens den Stand der Forschung zusammenfasst und drittens Anregungen zur Weiterarbeit formuliert. Lesen Sie die ausführliche Buch - Rezension von Vera Ziegeldorf hier


29.05.2006 › „Tag des Ausbildungsplatzes”

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist in diesem Jahr unverändert angespannt. Viele junge Menschen haben große Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. Um die Lehrstellenlücke zu verringern, warben mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit am bundesweiten „Tag des Ausbildungsplatzes” (29.05.2006) für mehr Ausbildung.

Bereits zum zehnten Mal versuchten alle verfügbaren Kräfte im Bereich Berufsberatung sowie Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung, persönliche Kontakte mit Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgebern zu knüpfen, um für neue zusätzliche Ausbildungsstellen zu werben. Anlässlich dieses Tages traf sich die Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Aachen mit regionalen Wirtschaftsvertretern, um die gegenwärtige Lage auf dem Ausbildungsmarkt zu erörtern. Darüber hinaus sprach die Ministerin im Rahmen von Unternehmensbesuchen mit Ausbildern und Auszubildenden. Schavan forderte alle Unternehmen, Freiberufler und Behörden auf, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Zur Beseitigung der Ausbildungshindernisse schlug sie zudem einen konkreten Maßnahmenkatalog vor. Näheres unter www.bmbf.de


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