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20.08.2010 › Homosexualität in der BRAVO
Wie wird das Thema Homosexualität in der Jugendzeitschrift "BRAVO" dargestellt? Erwin In Het Panhuis hat das Thema untersucht und mehr als tausend Artikel ausgewertet. Die Ergebnisse sind nun in einem Buch zusammen gefasst worden.
Seit 1956 hat die BRAVO Generationen von Jugendlichen aufgeklärt. Homosexualität, zunächst tabu, wurde erst ab Mitte der 60er Jahre zum Thema – als krankhafte Abweichung vom Normalen und um die Jugend vor Verführung zu warnen. Ab 1969 kam mit Dr. Sommer die sexuelle Offenheit. Als dieser 1972 gleichgeschlechtliche Erlebnisse schilderte (u. a. seine eigenen), wurde die BRAVO auf den Index der jugendgefährdenden Schriften gesetzt und stand kurz vor dem Aus.
Den Anstoß für einen der ersten Beiträge über Homosexualität und Musik boten Village People mit ihrem Hit Y.M.C.A. (1979). Mit "Smalltown Boy" wurde Jimmy Somerville 1984 zu einer wichtigen Galionsfigur der jungen Schwulenbewegung. Das große Schweigen war nun endgültig vorbei! Heute erinnert kaum noch etwas an den schwierigen Weg der schwul-lesbischen Emanzipation. Hat sich BRAVO hier große Verdienste erworben oder eher gebremst? Dieses Buch untersucht ca. 1.000 Beiträge, die seit einem halben Jahrhundert dazu erschienen sind.
- Erwin In het Panhuis: "Aufklärung und Aufregung - 50 Jahre Schwule und Lesben in der BRAVO"
- Juni 2010, 195 Seiten, ca. 360 Abbildungen, durchgängig farbig, Hardcover, 28,- €
- ISBN 978-3-940213-58-7
- Mehr Informationen unter www.jugendkulturen.de










