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21.07.2010 › Bundesfamilienministerium präsentiert Modellprogramm "Mehr Männer in Kitas"
Am 20. Juli hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin das Modellprogramm des ESF „Mehr Männer in Kitas“ vorgestellt. Ziel des Programms ist es, mittels der Verbreitung von Strategien, den Anteil an männlichen Fachkräften in Kindertagesstätten zu erhöhen.
Das Modellprogramm soll jedoch nicht nur dazu beitragen, das Interesse von Jungen und Männern für den Erzieherberuf an sich zu wecken, sondern auch beim Einstieg in den Beruf aktiv unterstützen. Durch die Umsetzung innovativer Modelle in den Kitas sollen best-practice-Erfahrungen abgeleitet werden, sodass das EU-Ziel des Männeranteils in Kitas von 20 Prozent zukünftig erfüllt werden kann.
Nachzulesen sind die Ideen, Konzepte und Grundlagen des Programms in der auf der Informationsveranstaltung vorgestellten Expertise auf der Internetseite www.koordination-maennerinkitas.de/aktuelles.
Überörtlich arbeitende Träger und Trägerverbünde von Kindertageseinrichtungen mit einem pädagogischen Konzept, das eine Ausrichtung auf eine intensive Elternarbeit hat, können einen Antrag stellen und an dem Programm teilnehmen.
Weitere Informationen unter:
Zum Hintergrund:
Mehr Männer in Kitas: Maßnahmen und Förderungen
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet langfristig angelegte Maßnahmen, um mehr Männer für die Arbeit in Kindertagesstätten zu gewinnen. Fachlich begleitet wird dieses Vorhaben von der eigens dafür eingerichteten Koordinationsstelle "Männer in Kitas".
Trend: Großer Bedarf an männlichen Fachkräften in Kitas
In Deutschland arbeiten 2,4 Prozent männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten. Der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern wird weiter wachsen. Im Zuge des Ausbaus der Krippenplätze bis zum Jahr 2013 sind rund 40.000 zusätzliche Vollzeitstellen in Kindertageseinrichtungen zu besetzen. Der Trend der letzten Jahre hat gezeigt, dass gerade die Zahl der jüngeren Männer in Kitas steigt. Da aber die Gesamtzahl der Beschäftigten ebenfalls zugenommen hat, ist der prozentuale Anteil männlicher Fachkräfte in Kindertagestätten kaum gestiegen.
Fehlende männliche Bezugspersonen in Kindertagesstätten
Die wenigen männlichen Fachkräfte werden in den Kitas als Bereicherung wahrgenommen. Träger von Kindertagesstätten, Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern wünschen sich ausdrücklich mehr männliche Kollegen und Bezugspersonen für Kinder. Die Personalverantwortlichen haben aber Schwierigkeiten beim Anwerben männlicher Fachkräfte.
Das Anliegen der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist es daher, die gesellschaftliche Wertschätzung für frühkindliche Bildungsinstitutionen zu erhöhen und die Attraktivität des Arbeitsfeldes insgesamt zu verbessern - explizit auch für Männer.
Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ und Modellprogramm „MEHR Männer in Kitas“
Hier setzt die Arbeit der vom Bundesfamilienministerium geförderten Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koordinationsstelle beraten unter anderem Einrichtungen, die mehr Männer für ihre Kitas gewinnen wollen.
Das Modellprogramm ‚MEHR Männer in Kitas’ des Europäischen Sozialfonds (ESF) hat zum Ziel, durch die Erprobung innovativer Modellprojekte mittel- und langfristig dazu beizutragen, den Anteil von männlichen Erziehern in Kitas auf 20 Prozent zu erhöhen.
Mindestens 10 Modellregionen sollen durch das Bundesfamilienministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert werden. Bewerben können sich Träger oder Trägerverbände von Kindertagesstätten, die überörtlich oder in einer Großstadt arbeiten und deren mitwirkende Kitas über ein pädagogisches Konzept und eine intensive Elternarbeit verfügen. Mindestens 25 Prozent der Einrichtungen sollen einen erhöhten Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien aufweisen. Die Auswahl der Träger erfolgt Ende 2010.
Nähere Informationen:
Internetseite www.esf-regiestelle.eu
E-Mail:
mehr-maenner-in-kitas
esf-regiestelle
eu
Koordinationsstelle "Männer in Kitas", Tel: 030 50 10 10 931 begin_of_the_skype_highlighting 030 50 10 10 931 end_of_the_skype_highlighting oder -937
(Quelle:www.bmfsfj.de )










