Netzwerkkarte

Diakoniewerk Sonneberg und Hildburghausen/Eisfeld e.V.

Das Zentrum für Jugendsozialarbeit übernimmt u.a. die Veröffentlichung und Vernetzung der geschlechtssensiblen Angebote für Jungen im Landkreis Sonneberg. Die MitarbeiterInnen unterstützen (männliche) Jugendliche beim Übergang von Schule ins Berufsleben und sind in der Arbeit mit Jungen erprobt.

Kontakt
Diakoniewerk Sonneberg und Hildburghausen/Eisfeld e.V.
Matthias Scheibe
Köppelsdorferstraße 157
96515 Sonneberg
email: lichtblick.son@diakoniewerk-son-hbn.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Ein großer Teil unseres gemischtgeschlechtlichen Teams war zuvor in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Diese Räume werden traditionell von Jungen dominiert und ein reflektierter Umgang mit den Bedürfnissen und Ressourcen dieser Besucher ist der Dreh- und Angelpunkt verantwortungsvoller sozialer Pädagogik. Die dabei erworbenen Fähigkeiten, sowie die gendersensiblen Projektkonzeptionen wurden in den Tätigkeitsbereich der Jugendsozialarbeit integriert.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Unser Hauptaktionsfeld ist die Einzelfallhilfe, die ohne einen geschlechtssensiblen Blick viel Energie verschenken würde. Des Weiteren bieten wir während der Schulzeit ein mehrtägiges Selbstbehauptungstraining an, bei dem die Jungen eines Klassenverbandes in ihrer Selbstwahrnehmung und sozialen Kompetenzen gestärkt werden. In den Ferien finden Survivalcamps statt. Die Teilnahme ist hierbei freiwillig, da die Betroffenen im Thüringer Wald eine Woche lang häufiger an ihre Grenzen stoßen.

    Als Verwalter des „Aktionskatalogs Jungen LK-SON“ vernetzen wir vornehmlich lokale Anbieter der Jungenarbeit und werben für die Veranstaltungen.

Wie wurden Sie auf Neue Wege für Jungs aufmerksam?

  • Durch die Zeitschrift „Switchboard“ und Kollegen im Arbeitskreis.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Wir erhoffen uns in der Region Südthüringen/Oberfranken noch aktiveren Austausch mit anderen Einrichtungen, der im Interesse der Jungen die Qualität unserer Arbeit weiter steigert.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’ Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Durch unsere enge Anbindung an die Schulen des Landkreises unterstützen wir diese bei der Durchführung ihrer Angebote und verzichten momentan darauf eigene zu unterbreiten.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • In der Einzelfallarbeit sind eindimensionale Bilder nicht aufrecht zu erhalten, weswegen wir bei jedem Jungen nach seine persönlichen Ressourcen und Talenten fahnden, damit wir ihn individuell unterstützen können und er die Palette seiner Möglichkeiten erkennt.

 
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