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Agentur für Arbeit Gießen

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Gießen, Helga Fuchs und Christine Schramm-Spehrer, engagieren sich seit 1998 mit Angeboten in Sachen Berufswahl für Jungen, Elternarbeit zum Thema sowie Lehrerfortbildungen. Wichtig ist ihnen dabei, dass Jungen bei ihrer Berufswahl planvoll vorgehen. Die Berufswahl soll als ein Teil der Lebenswegplanung begriffen werden. Hierbei arbeiten die Beauftragten eng mit Schulen, Eltern und Initiativen, wie beispielsweise der Aufsuchenden Jungen-Sozialarbeit, zusammen. Semiare für Jungen, auch zusammen mit ihren Eltern, auch speziell für Jungen mit Migrationshintergrund haben sie ebenfalls im Angebot. Für den Start von Jungen ins Studium bieten sie spezielle Veranstaltungen und Projekte an.(Sstand 2010)

Kontakt
Agentur für Arbeit Gießen
Christine Schramm-Spehrer
Nordanlage 60
35390 Gießen
fon: 0641 9383 782
email: Christine.Schramm-Spehrer@arbeitsagentur.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Jungenarbeit gehört zu unseren Aufgaben als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Bei der Tätigkeit als Berufsberaterinnen haben wir gesehen, dass Jungen auch spezielle Bedarfe bei der beruflichen Orientierung haben, die wir gerne bedienen wollen. Im Rahmen der Workshops sind dann auf Anregung der Jungen immer weitere Angebote entstanden.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Unsere Angebote sind beispielsweise Seminare, Workshops, Infoverastaltungen, Betriebserkundungen und über ganze Schuljahre laufende Projekte zur beruflichen Orientierung. Jungen sollen zur strukturierten Berufswahl angeregt werden. Dabei sollten sie auch über den Tellerrand hinaus auf untypische Berufe schauen. Berufswahl soll als Teil der Lebenswegplanung gesehen werden, Vereinbarkeit Beruf und Familie auch als ein möglicher Aspekt erkannt werden.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Im Rahmen unserer Jungenangebote am Girls`Day.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Wir arbeiten in der Genderarbeit oft in Netzwerken. Da wir als Referentinnen für Netzwerktreffen angefragt wurden, war die Netzwerkpartnerschaft nur ein weiterer logischer Schritt.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Wir haben am Girls` Day schon öfter Angebote für Jungen gemacht (Stationenlernen, Berufswegplanung etc.)

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Bei uns geht es um geschlechtsuntypische Berufswahl. Jungen sollen auch „Mädchenberufe“ in ihre Wahl mit einbeziehen, wenn sie in diesen Bereichen ihre Talente und Interessen haben. Die Problematik der geringeren Gehälter in diesen Berufen thematisieren wir auch, wir denken aber, dass Menschen sich ihre Arbeitswelt gestalten und dass bei höheren Jungenanteilen die Gehälter in diesen Berufen auch steigen könnten. Ferner bereichert ein höherer Jungenanteil diese Berufe und dient den Kolleginnen und den „Kunden“ in den Bereichen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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