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Landkreis Marburg-Biedenkopf

Die Jugendförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf bietet im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendberufshilfe differenzierte Angebote zu verschiedenen Themenbereichen, wie zum Beispiel "Bewusste Jungenarbeit", "Väter-Söhne-Seminare" und Projekte im "Übergang Schule-Beruf" für Jungen im Alter von 12 bis 27 Jahren an. Jungenarbeit wird aber auch als Querschnittsaufgabe im Prozess von Gender-Mainstreaming des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales verstanden, soll zum Abbau von Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern führen und berücksichtigt die unterschiedlichen Lebenslagen von Jungen und Mädchen.

Kontakt
Landkreis Marburg-Biedenkopf
Marc Apfelbaum
Im Lichtenholz 60
35043 Marburg
fon: 06421 405 1685
fax: 06421 405 1665
email: ApfelbaumM@marburg-biedenkopf.de
url: www.marburg-biedenkopf.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Um den unterschiedlichen Lebensbedingungen von Mädchen und Jungen gerecht zu werden, haben wir schon frühzeitig damit begonnen im Rahmen von koedukativen Seminaren geschlechtshomogene Gruppen anzubieten. Vor diesem Hintergrund haben sich dann eigenständige Angebote nur für Jungen entwickelt.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Wir bieten Seminare, Projekte und Arbeitsgemeinschaften im Rahmen frei ausgeschriebener Bildungsseminare z.B. Väter-Söhne-Seminar, Rollenspielseminare oder erlebnispädagogisch orientierte Veranstaltungen für Jungen zur Reflektion des Rollenverhaltens an. Im Rahmen unseres Projektes „Perspektiven für Jugendliche mit geringen Ausbildungs- und Beschäftigungschancen“ werden spezifische Maßnahmen für Jungen im Übergang Schule – Beruf angeboten. Die frei ausgeschriebenen Seminare richten sich an alle Jungen in einem bestimmten Alter aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die Zielgruppe in unserem Projekt sind sozial benachteiligte Jungen.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Wir wurden unter anderem durch Fachzeitschriften wie der Switchboard, Zeitschrift für Männer und Jungenarbeit auf Neue Wege für Jungs aufmerksam.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Die Netzwerkpartnerschaft gewährleistet einen fachlichen Austausch. Es besteht die Möglichkeit gezielt Informationen (Newsletter) zu erhalten und die vielen für die Praxis aufbereiteten Materialien zu nutzen.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • In Zusammenarbeit mit freien Trägern wurden an Schulen für Jungen Angebote gemacht.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Im Rahmen der Seminare haben Jungen die Möglichkeit ihr Handlungsspektrum zu erweitern und sich durch die Auseinandersetzung mit Teamern (reflektierten Männern) über unterschiedliche Formen gelebten Mann-seins anregen zu lassen. Bei den Veranstaltungen zur Berufsorientierung soll das Berufswahlspektrum erweitert werden und unterschiedliche Möglichkeiten der Lebensplanung kennengelernt werden.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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