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Stadt Goslar

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar ist Ansprechpartnerin für Jungen, die am Zukunftstag einen Praktikumsplatz im sozialen oder pflegerischen Bereich suchen. Sie kooperiert mit Schulen und steht Schulklassen der 9. Jahrgangsstufe zur Verfügung. Betriebe und Einrichtungen motiviert sie, sich in geeigneter Weise am Zukunftstag zu beteiligen. Auf Wunsch berät sie Jungen und Erziehungsberechtigte in der Vorbereitung des Zukunfstages. Informationen im Internet unter www.goslar.de/rathaus/gleichstellung.html

Kontakt
Stadt Goslar
Monika Ebeling
Charley-Jacob-Str. 3
38640 Goslar
fon: 05321 70 43 66
fax: 05321 70 41 36 6
email: stadtverwaltung@goslar.de
url: www.goslar.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Ich leite seit sieben Jahren eine städische Kita und setze mich gemeinsam mit dem Team seit mehreren Jahren mit der gendersensiblen Elementarpädagogik auseinander. Wir haben im Kindergarten einige Dinge geändert, z.B. Literatur auf Jungentauglichkeit geprüft und ergänzt, Jungentag im Ruhebereich und Mädchentag im Bewegungsbereich, Jungenkreis und Mädchenkreis. Seit August 2008 beschäftigen wir hier auch einen Erzieher.

Welche konkreten Angebote haben Sie für Jungen und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Als Kita-Leitung erreiche ich überwiegend Jungen in diesem Alter. Seit August 2008 bin ich auch Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar. In dieser Funktion möchte ich, im Hinblick auf Chancengleichheit, die Aufmerksamkeit auf Jungen richten, z. B. durch den Zukunftstag.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Ich war im vergangenen Jahr auf zwei Fachtagungen zum Thema „gender loops“ und „Jungen…“ in Berlin. Dort lag Informationsmaterial aus. Als Mutter eines zwölfjährigen Jungen bin ich auch Betroffene. Die Bildungsnachteile für Jungs ärgern mich sehr.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Netzwerke sind insbesondere dann wichtig, wenn ein Thema brandaktuell ist. Die Benachteiligung von Jungen und die Problemlagen von Männern in den heutigen Familienstrukturen sind aus meiner Sicht brandaktuell.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Vor Ort gibt es noch weitere Akteure. Wir werden uns absprechen, aber ich plane auch eigene Aktionen. Am liebsten würde ich in die Schulen gehen und für das Thema werben.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Ich möchte Jungen Mut machen: "Probiere mal andere Wege aus und spüre, ob es sich gut anfühlt. Experimentiere mit deinen Möglichkeiten als Mensch. Lass dich nicht reduzieren, sondern erweitere deinen Horizont."

Vielen Dank für Ihre Mühe!

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