Netzwerkkarte

Katholische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt e. V. Geschäftsstelle Magdeburg

Logo mit dem Text "Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V."

Seit mehr als zehn Jahren ist die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. (keb) Träger von unterschiedlichen Projekten, die sich für eine Stärkung von Demokratie und Toleranz bzw. gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus einsetzen. Ihr Projekt „Begegnung mit Respekt“ bietet Fort- und Weiterbildungsreihen zur Förderung Interkultureller und Gender-Kompetenz bei Auszubildenden und Ausbilder_innen an. Gemeinsam mit dem Neue Wege für Jungs-Netzwerk möchte die keb weiterhin für die Notwendigkeit geschlechtsbewusster pädagogischer Arbeit sensibilisieren und sich engagieren.

  • Sie erreichen das Projekt „Begegnung mit Respekt“ über folgende Adresse: Katholische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt e. V., Projekt „Begegnung mit Respekt“, Mathias Kühne, Max-Josef-Metzger-Straße 1a, 39104 Magdeburg, fon: 0391 5628276, fax: 0391 5628278, email: kuehne@keb-sachsen-anhalt.de . Website: www.kebix.de

Kontakt
Katholische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt e. V.
Geschäftsstelle Magdeburg
Mathias Kuehne
Max-Josef-Metzger-Straße 3
39104 Magdeburg
fon: 0391 5961186
fax: 0391 5961183
email: kuehne@keb-sachsen-anhalt.de
url: www.kebix.de/index_ne.html
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Nach meinem Studium war ich in einer stationären Erziehungseinrichtung für Jugendliche tätig und habe dort festgestellt, dass den Jungen im Laufe ihrer Sozialisation oftmals eine männliche Orientierungsperson fehlte, mit und an der sich die Jungen messen, bewerten (lassen) und „reiben“ konnten. Sie hatten während ihrer Entwicklung selten die Möglichkeit, geschlechtshomogen (emotionale) Konflikte auszutragen. Zu dieser Zeit wurde mir deutlich, dass ich mich intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen und Jungen (und mir selbst) „männlichen“ Kontakt ermöglichen möchte.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Im Rahmen unseres Projektes arbeiten wir primär mit Auszubildenden und Ausbilder_innen zu den Themenschwerpunkten der Interkulturellen und der Gender-Kompetenz. Innerhalb des Projektes arbeiten wir im Frau-Mann-Team mit gemischtgeschlechtlichen Auszubildenden-Gruppen. Personen- und prozessorientiert kommt es themenspezifisch zur Arbeit in geschlechtshomogenen Gruppen, wobei hier der Schwerpunkt auf der Jungenarbeit mit jungen Männern zwischen 16 und 20 Jahren liegt. Des Weiteren arbeiten wir mit Multiplikator_innen, welche mit Jungen in verschiedensten Kontexten und Situationen tätig sind (z.B. in Pflegeeinrichtungen, Schule etc.).

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Im Jahr 2005 sind wir durch Internet-Recherchen auf das Netzwerk aufmerksam geworden.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Ein enormer Nutzen liegt in der Kommunikation der Netzwerkmitglieder untereinander und dem regelmäßig stattfindenden (organisierten) Austausch. Die Weiterentwicklung der Jungenarbeit im regionalen, überregionalen, landes- und bundesweiten Kontext sowie Informationen über Fachliteratur und -veranstaltungen machen das Netzwerk zu einer wichtigen und wertvollen Ressource.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Der Jungenarbeitskreis der Stadt Magdeburg, in welchem wir Mitglied sind, bietet Jungen und ihren Bezugspersonen Informationen rund um den Jungenzukunftstag, Materialien sowie potenzielle Einsatzstellen für Praxistage an.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Uns ist es wichtig, dass die unterschiedlichen INDIVIDUELLEN Interessen, Erwartungen und Lebenslagen (jenseits von geschlechtsstereotypen Zuweisungen) von Mädchen und Jungen im pädagogischen Alltag berücksichtigt werden. Die Kenntnis von und ein sensibler Umgang mit „typisch weiblich“ und „typisch männlich“ konnotierten Eigenschaften ist notwendig, um die Jungen und Mädchen in Einrichtungen gleichberechtigt – und nicht gleichgemacht! – zu betreuen, zu fordern und zu fördern. Wir bieten Jungen die Möglichkeit, sich fernab von Stereotypen auszuprobieren und ihren persönlichen, eigenen Lebensweg zu planen und zu gehen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Zusätzliche Bilder
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