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mannigfaltig e.V. Institut und Verein für Jungen- und Männerarbeit

mannigfaltig verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich von bildungsbezogenen Schul- und Jugendarbeitsprojekten und ist darüber hinaus in der Aus- und Fortbildung von Lehr- und sozialen Fachkräften tätig.
Der Verein für Jungen- und Männerarbeit mannigfaltig bietet ein- oder mehrtägige Projekte an Schulen zur Lebens- und Berufsplanung, (Gewalt)Prävention und Selbstbehauptung, Migration, Mädchen- und Jungenthemen und Identitätsfragen an. Diese werden sowohl als reine Jungenprojekte durchgeführt als auch in Verbindung mit weiblichen Fachkräften. Außerdem werden Fortbildungsangebote für LehrerInnen und soziale Fachkräfte zum Bereich Jungenarbeit, Jungensozialisation, geschlechtsbezogener Pädagogik angeboten. Und es erfolgt auch eine Fachberatung im Sinne von Konzeptentwicklung oder supervisorischen Themen gerade im Feld der Geschlechterthemen und Gender Mainstreaming. (Stand 2010)

Kontakt
mannigfaltig e.V.
Institut und Verein für Jungen- und Männerarbeit
Christoph Grote
Lavesstr.3
30159 Hannover
fon: 0511 4 58 21 62
fax: 0511 4 58 21 63
email: grote@mannigfaltig.de
url: www.mannigfaltig.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • mannigfaltig e.V. arbeitet seit elf Jahren im Bereich der jungen- und geschlechtsbezogenen Arbeit in Schule und Jugendarbeit. Diese Arbeit ist aus einerseits dem politischen Anspruch sowie der soziologischen Analyse „Jungen in den Blick“ zu nehmen und andererseits der Notwendigkeit neben der Mädchenarbeit qualifizierte gezielte und von Männern durchgeführte Jungenarbeit anzubieten entstanden.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Unser Spektrum in den Angeboten ist weit. Es gibt Schulprojekte in allen Schulformen und Altersgruppen, Selbstbehauptungskurse und soziale Trainingskurse für Jungen bis hin zur Einzelfallberatung bei Opfer- und Täterschaft, Schulschwierigkeiten, Elternhausproblemen, Fragen zur sexuellen Orientierung und vielen weiteren Fragen. Wir erreichen Jungen mit den unterschiedlichsten Hintergründen (soziale Lage, Kultur, Alter, Religion, Bildungsgrad,…), je nachdem wie die Zugangswege sind.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Da wir seit Jahren im Bereich der Jungenarbeit tätig sind und in viele lokale und bundesweite Netzwerke eingebunden sind, ist uns Neue Wege für Jungs von Anfang nicht verborgen geblieben.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Das Projekt Neue Wege für Jungs ist eine Begegnungsebene zwischen Fachpersonal und AnbieterInnen vor Ort sowie eine Austauschebene von Fachlichkeit. Wir werden mit unserer Fachlichkeit gesehen und wertgeschätzt. Daneben ist es ein bundesweites politisches Pilotprojekt Jungen in ihren besonderen Lebenswelten zu sehen und ihnen Beachtung zu schenken.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Wir sind immer wieder bei unterschiedlichen Einrichtungen angefragt Aktionen rund um den Zukunftstag gerade für Jungen anzubieten. Das reicht von Schulen innerhalb von Projekttagen über Einrichtungen der freien Wohlfahrt bis hin zum Niedersächsischen Sozialministerium.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Wir bieten uns als ansprechbare und greifbare Männer an, die für die jeweiligen Jungen zur Verfügung stehen um sie einen begrenzten Teil ihres Lebensweges mit ihren Fragen und Herausforderungen zu begleiten. Des Weiteren bieten wir uns mit unserer Erfahrung als Männer modellhaft als Reibefläche oder Identifikationsfigur an. Im guten Miteinander von wertschätzender Konfrontation/Grenzsetzung und verstehender Empathie/Mitgehen ermöglichen wir den Jungen Räume, Fragen zu stellen, Neues zu erproben, Erlebnisse zu erfahren und Mitmännlichkeit wertzuschätzen. Dabei setzen wir auf den Zugang „Stärkung der Jungen“. Wir versuchen den Selbstbehauptungsmöglichkeiten der Jungen zu stabilisieren, ihnen neue Konfliktlösungsmöglichkeiten anzubieten und sie in ihrem „Männlichkeitskonzept“ breiter und vielfältiger aufzustellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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