Netzwerkkarte
Der LEMANN e.V. verfolgt folgende Ziele wie die Durchführung von Projekten und Veranstaltungen für Jungen und Männer, die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Verbänden, Initiativen und Einrichtungen, eine Bereitstellung spezieller Angebote für Jungen und Männer in verschiedenen Lebenssituationen, die Förderung des fachlichen Austausches geschlechtsspezifischer Arbeit, die Durchführung von Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie eine breite Lobbyarbeit und Information der Öffentlichkeit zu geschlechtsspezifischen Themen.
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Interview
Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?
Ich kam durch meine Arbeit in der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit diesem Arbeitsansatz in Verbindung. Durch viele Fortbildungen und die eigene Beschäftigung mit einer grundsätzlichen Einstellung ist Gendersensibilität mittlerweile für meine Arbeit zum Standard geworden.
Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?
Gegenwärtig führen wir in sieben Leipziger Grundschulen wöchentliche Ganztagsangebote durch und erreichen damit 20 Jungengruppen. Weiterhin gibt es seit sieben Jahren die Leipziger Jungentage. Hier erleben rund 25 Leipziger Männer mit jeweils ca. 60 Jungen drei gemeinsame Tage im Rahmen eines Wildniscamps. Dabei geht es um Kunst, Handwerk, Sport, Verpflegung und Bewegung. Seit drei Jahren gibt es das ähnlich angelegte Ostercamp für Jungen, welches vorwiegend den Bewegungsdrang von Jungen anspricht. Beide Angebote richten sich an Jungen zwischen sechs und 16 Jahren. Gemeinsam mit den Frauen vom Arbeitskreis Mädchenarbeit Leipzig werden zahlreiche weitere gendersensible Angebote für Jungen und Mädchen durchgeführt. Dazu gehören Jungen-Mädchen-Konferenzen in verschiedenen Schulen sowie gemeinsame Projekttage.
Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?
Ich wurde auf Neue Wege für Jungs schon sehr früh durch Fachveranstaltungen und den Wettbewerb "Fort-Schritte wagen!" aufmerksam.
Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?
Ich finde es wichtig den Aufbau regionaler Strukturen zu forcieren. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit Neuigkeiten schnell zu erfahren und Fachveranstaltungen zu entdecken. Außerdem kann man die Ideen Anderer für die eigene Arbeit nutzbar machen.
Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?
Für das nächste Jahr planen wir ein Kooperationsprojekt mit verschiedenen Partnern. Es sollen elf Jungenzukunftstage in Verbindung mit einem finalen Jungen-Bildungscamp stattfinden.
Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?
Wir versuchen im Rahmen unserer Projekte den Jungen möglichst vielfältige männliche Lebens- und Arbeitsentwürfe aufzuzeigen und damit nicht nur den „einen“ Weg für sich zu sehen. Wir treiben dabei nicht nur Sport sondern bauen gezielt weiblich besetzte Tätigkeiten und Ansätze ein.
Vielen Dank für Ihre Mühe!