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Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V.

Seit den 1980er Jahren führt die Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen e.V. geschlechtsspezifisch orientierte Tagungen für Jungen und/ oder Mädchen unter anderem zu den Themen Lebens- und Berufsorientierung in der Jugendbildungsstätte Berchum durch. Frau Claudia Burg-Ahrendt beteiligt sich zudem intensiv beim Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag in Hagen.

Kontakt
Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V.
Renato Liermann
Ergster Weg 59
58093 Hagen
fon: 02334 96100
fax: 02334 961049
email: Liermann@esw-berchum.de
url: www.esw-berchum.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Schon durch mein Studium bin ich aus eigenem Interesse auf gendersensible Jungenarbeit gestoßen. Seit Beginn meiner Tätigkeit für die Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V. gab es eine Entwicklung eigener geschlechtsreflektierender Angebote für Jungen und männliche Ehrenamtlicher durch eigene männer-und jungenspezifische Interessen. Im Jahr 1991 entstand eine Kooperation mit Lehrern im Rahmen von Schulprojekten, Tagungen zum Thema Jungenarbeit, die Gründung von Arbeitskreisen/ Beiräten „Jungenarbeit“ in der Evangelischen Jugend Westfalens beziehungsweise beim Landesjugendamt Westfalen. Später erfolgte die Mitgründung der LAG Jungenarbeit NW und die Einrichtung der Fachstelle Jungenarbeit NW. Geschlechtsensible Männergruppen gab es in unserer Jugendbildungsstätte Berchum seit etwa 1983, geschlechtsreflektierende Jungenarbeit mit Jungen seit 1990.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Siehe letzte Frage.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Wir sind über den persönlichen Kontakt mit Herrn Miguel Diaz auf Neue Wege für Jungs gestoßen.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Wir arbeiten als Evangelische Schülerinnen und Schülerarbeit in Westfalen und als Jugendverband grundsätzlich und kontinuierlich in unterschiedlichen (zum Beispiel thematischen) Netzwerken, um größere Effektivität und Nachhaltigkeit erzielen und bestimmte Themen deutlicher zusammen mit weiteren Interessierten profilieren und differenzierter realisieren zu können. Erfahrungsaustausch, Information und mehr noch Effekte einer umfangreicheren Öffentlichkeitsarbeit und Profilierung der Jungenarbeit über den Jugendarbeitsbereich (in NRW) hinaus spielen bei dem Mitwirken in diesem Netzwerk eine weitere Rolle. Das Thema „Jungenarbeit“ ist uns wichtig!

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Es gibt auf jeden Fall eine ständige und kontinuierliche Jungenarbeit im Bereich Übergang-Schule-Beruf beziehungsweise bei den sogenannten Berufs-Orientierungs-Camps.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • In unseren eigenen Orten (zum Beispiel in unserer Jugendbildungsstätte Berchum in Hagen/ Westfalen) finden Erprobungssituationen, öffentliche Präsentationen beziehungsweise partizipative pädagogische Angebote mit entsprechender geschlechtsreflektierender, sensibilisierender pädagogischer Beziehungsarbeit für, mit und manchmal durch Jungen statt. Diese Angebote werden unter anderem durch ausgebildete Jungenarbeiter insbesondere im Jugendbildungsbereich in Kooperation mit Schulen unterstützt. Dabei werden vor allem die Bereiche der (männlichen) Lebens-, Berufsorientierung, (Neue) Medien, Jugendkultur, Jugendbildung, Deeskalationstraining, Beratung, verschiedene Projekte und vieles mehr mit durchgehend interkulturellen Aspekten berührt. Es gibt Fortbildungen für männliche Ehrenamtliche der Jungenarbeit oder für männliche Fachkräfte aus Schule zu den Themen Jugendhilfe, Kirche etc.. Diese Wege sind häufig kreativ und individuell und beinhalten erstmal kleine Schritte für die Jungen (z. B. ein deeskalierender Umgang mit Streitereien, differenzierte Sprach- und Mitteilungsfähigkeiten... ).

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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