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Paritätisches Bildungswerk Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

Sozial engagierte Jungs ist ein neuer Freiwilligendienst für Jungen ab 14 Jahre.
Der Freiwilligendienst bietet Schülern der neunten und zehnten Klasse von erweiterten Realschulen, Gesamt- und Sonderschulen die Möglichkeit, sich in sozialen Einrichtungen zu engagieren sowie Erfahrungen zu sammeln. Diese Erfahrungen können hilfreich sein bei einer beruflichen Orientierung, die nicht nur die "klassischen" Männerberufe im Blick hat.
Mehr Infos gibt es hier.

Kontakt
Paritätisches Bildungswerk
Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.
Lothar Reuter
Feldmannstr. 92
66119 Saarbrücken
fon: 0681 926 60 22
fax: 0681 926 60 23
email: l.reuter@quarternet.de
url: www.jungenarbeit-online.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Das PARITÄTische Bildungswerk Rheinland-Pfalz/Saarland führte seit Herbst 2005 bis 31.12.2008 im Rahmen des Modellprogramms „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ vom Bundesfamilienministerium das Projekt „Sozial engagierte Jungs“ in Saarbrücken durch. Das Projekt ist angebunden an die Fachstelle Jungenarbeit des PARITÄTischen Bildungswerkes, die in den vergangenen zehn Jahren entsprechend ihrem Selbstverständnis und Arbeitsauftrag Jungenarbeit macht. Unter dieser optimalen Voraussetzung war es selbstverständlich und sinnvoll, das Modellprojekt mit den Kompetenzen der Fachstelle Jungenarbeit zu verbinden.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Wir bieten den Jungen an, sie im Rahmen einer freiwilligen Tätigkeit in sozialen Einrichtungen (in der Regel Kindertagesstätten, Altenpflegeheime, „Tafel“ u. ä.) zu betreuen. Diese Betreuung geschieht über ehrenamtlich interessierte Mentoren. Die Jungen erhalten dafür nicht nur ein kleines Taschengeld und zahlreiche freizeitpädagogischen Angebote, sondern auch die Möglichkeit sich in Arbeits- und Berufsfeldern zu orientieren, die ihnen aufgrund ihrer (Berufs-) Rollenbilder verschlossen bleiben würden. Da es sich zudem oft um schulschwache Schüler handelt, denen nicht nur in der Schule sondern auch – etwa durch Migrationshintergrund und/oder entsprechende familiale Situationen – die oft notwendige soziale Anerkennung fehlt, ist es von besonderer Bedeutung im Rahmen des Projektes, diesen jungen Männern das Gefühl von Anerkennung und Leistungsfähigkeit zu vermitteln. In der Regel geschieht das schon durch die Arbeit und die gemachten Erfahrungen und Rückmeldungen in den sozialen Einrichtungen, wird aber auch gestützt durch die freizeitpädagogischen Angebote des Projektes sowie die schriftlichen Nachweise und Zertifizierungen über die geleisteten Stunden.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Der Fachstelle Jungenarbeit des PARITÄTischen Bildungswerks Reinland-Pfalz/Saarland hat Kontakt bzw. die Plattform Neue Wege für Jungs schon immer genutzt.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Sich gegenseitig über neue Entwicklungen, Projekte und Absichten zu informieren, auszutauschen und dadurch leichter neue Ideen generieren zu können.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Es gibt genügend soziale Einrichtungen, die an einem „Boys'Day“ auch Jungen in ihre Einrichtungen reinschnuppern lassen.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Durch das bereits beschriebene Projekt (zweite Frage) lernen junge Männer, die sich in der Altersklasse „Übergang Schule – Beruf“ befinden, neue Berufsperspektiven kennen. Durch den Kontakt mit ausschließlich männlichen Mentoren kann sich auch eine Beziehung zu einem erwachsenen Mann aufbauen, der durch seine Präsenz und Ansprechbarkeit den Jungen nicht nur entsprechende Anerkennung vermittelt, sondern ihn auch bei der Rollensuche und Identitätsfindung unterstützen kann.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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