Netzwerkkarte

Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V

Durch die neu initiierte Netzwerk- und Servicestelle sollen die vielen landesweit bestehenden Angebote der Berufsorientierung vernetzt sowie neue hervorgebracht werden.

Da für Mädchen und Jungen die Entwicklung als auch die Realisierung eigener Berufswünsche maßgeblich vom Geschlecht als Strukturkategorie abhängt, geschieht dies vor einem geschlechtergerechten Hintergrund. Aktiv wird dabei an die Erfahrungen vom Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag sowie des Projektes Neue Wege für Jungs angeknüpft.

Kontakt
Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V
Christoph Damm
Liebigstraße 5
39104 Magdeburg
fon: 0391 6310556
fax: 0391 73 628 487
email: damm@berufsidee-lsa.de
url: www.berufsidee-lsa.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Die Jungenarbeit ist neben der Mädchenarbeit ein wichtiger Aspekt im Projekt der Netzwerk- und Servicestelle für geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung in Sachsen-Anhalt. Mit dem Projekt wollen wir vorhandene Ansätze der geschlechtergerechten Berufsorientierung und Lebenswegplanung von Jungen und Mädchen vernetzen und den Girls’Day sowie Neue Wege für Jungs weiter voran bringen.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Als konkretes Angebot wollen wir eine landesweite Begleitung des Projektes Neue Wege für Jungs anbieten. Es folgen weitere regionale Projekte, welche sich an SchülerInnen ab der Klassenstufe fünf richten. Diese speziellen Angebote für Jungen werden durch Kooperationen mit Fachmännern aus dem Jungenarbeitskreis Magdeburg verwirklicht. Wir sehen es als unsere Aufgabe an Projekte mit Praktikern zu initiieren und zu begleiten.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Da während der Laufzeit der Länderkoordinierungsstelle zum Girls´Day auch Jungen Interesse zeigten, wurde durch die Bundeskoordinierungsstelle im Jahr 2005 das Projekt Neue Wege für Jungs zur Berufsorientierung für Jungen bundesweit gestartet. Die gesetzliche Grundlage für geschlechtergerechte Berufsorientierung lieferte in Sachsen-Anhalt den Erlass des Zukunftstages für Mädchen und Jungen in Sachsen-Anhalt.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Da die Netzwerk- und Servicestelle für geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung zu einem Hauptknotenpunkt in Sachsen-Anhalt für geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung aufgebaut werden soll, bietet sich eine Netzwerkpartnerschaft mit einem Projekt auf Bundesebene zur Unterstützung an.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • In Sachsen-Anhalt werden beide Geschlechter mit einbezogen. Wir fungieren dabei als Vermittler und informationsgebende Einrichtung für geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung. Gezielter Informationsaustausch über Jungenaktionen können durch Nutzung der Erfahrungen des Jungenarbeitskreises Magdeburg gewonnen werden.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Direkte Unterstützung von Jungen, „neue Wege“ zu gehen kann im Moment nur auf Informationsveranstaltungen gewährleistet werden. Auf diesen Veranstaltungen wird mit den Informationsmaterialien von Neue Wege für Jungs gearbeitet und an die Jungen weitergegeben. Auf Fachtagungen sprechen wir als Referenten gezielt Multiplikatoren aus der Wirtschaft, Politik, Schule und Jugendhilfe an um unsere Stelle vorzustellen und geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung von Jungen und Mädchen zu verdeutlichen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
zurück nach oben Druckansicht Artikel als Email versenden