Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?
- Während meines Studiums (1985-1987) gab es kaum etwas für Jungen und die Lust, hier eine Lücke mit zu füllen. Auch der Einstieg in die Jungenarbeit bei der HVHS Frille 1986 überzeugte mich und ich blieb seitdem dabei, wenn auch in unterschiedlichen Arbeits- und Themenbereichen sowie Berufsfeldern.
Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?
- Seit 2003 bieten wir das Projekt „Was für Jungs!” am Girls’ Day an, das für Jungen der fünften bis zehnten Jahrgangsstufen organisiert wird. Mittelbar auch über Fachberatung und Fortbildung für Fachkräfte in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Verbandsarbeit und Lehrkräfte
Wie wurden Sie auf Neue Wege für Jungs aufmerksam?
- Durch das Angebot vor dem Start von Neue Wege für Jungs, eine der beiden Koordinierungsstellen zu besetzen, die ich als Hamburger aufgrund der Präsenzpflicht in Bielefeld ablehnen musste.
Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?
- Eine Netzwerkpartnerschaft verdeutlicht wie viele Initiativen es im Land schon gibt und dies kann mit Hilfe des Ministeriums vorangebracht werden. Dadurch ziehen wir andere mit und wirken vorbildhaft. Ich kann meine Erfahrungen zur Jungenarbeit ins Netzwerk einbringen und erlebe dafür durch die offizielle Förderung von Neue Wege für Jungs eine Aufwertung auch meiner Arbeit.
Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?
- Seit 2004 bieten wir jedes Jahr Erkundungsplätze an und seit 2007 gibt es auch Aktionen für Gruppen zusammen mit verschiedenen Projektpartnern (aktuelle Infos gibt es unter www.wasfuerjungs.de und auch zwei Dokumentationen 2006 und 2007, die dort hinterlegt sind, illustrieren die Verläufe).
Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege” zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?
- Wir unterstützen Jungen mit jungengerechter Ansprache auf Projektmaterialien zu „Was für Jungs!”, einer Beratung am Telefon und auch durch persönliche Kontakte, soweit ich sie erreichen kann (Mut machen für neue/ andere Ziele, Lob für ungewohnte Wege).
Vielen Dank für Ihre Mühe!
WasfürJungs.ProjektInfo.Juni2009.pdf [162,30 kB | pdf]
Berufe in Erziehung, Bildung, Pflege_auch was für Jungs.pdf [814,11 kB | pdf]