Netzwerkkarte

Evangelische Akademie Meissen St.-Afra-Klosterhof

Der Studienbereich Jugend der Evangelischen Akademie Meissen engagiert sich seit langem für eine geschlechtsbewusste Bildungsarbeit und agiert mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. (LAG) als fach- und jugendpolitisches Netzwerk im Freistaat Sachsen. Sie versteht sich als Ansprechpartner und Multiplikator für jungen- und männerspezifische Fragen. Außerdem leistet sie Beiträge zur Vernetzung von sich für Jungenarbeit engagierenden Fachkräften der Jugendhilfe und anderer Bereiche, sowie Männern und Frauen aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Die LAG arbeitet gemeinsam mit Mädchen- und Frauennetzwerken darauf hin, dass die Chancengleichheit von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern als durchgängiges Leitprinzip etabliert und gefördert wird. Außerdem engagiert sich die LAG in der Sensibilisierung der politischen VertreterInnen und EntscheidungsträgerInnen für eine Beförderung der Jungenarbeit.

Kontakt
Evangelische Akademie Meissen
St.-Afra-Klosterhof
Christian Kurzke
Freiheit 16
01662 Meissen
fon: 03521 4706 18
fax: 03521 4706 99
email: christian.kurzke@ev-akademie-meissen.de
url: www.ev-akademie-meissen.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Durch persönliche Fragestellungen beziehungsweise Lebensfragen und durch Impulse von Dritten während meiner beruflichen Entwicklung. Außerdem durch die Entdeckung und Anerkennung von geschlechtsbewusster Bildungsarbeit als notwendiges Arbeitsfeld und als Querschnittsaufgabe.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Meine konkreten Angebote richten sich an Fachkräfte und MultiplikatorInnen aller Arbeitsfelder in der Kinder- und Jugendhilfe sowie aller Bildungsorte von Kindern und Jugendlichen in Form von Fachtagungen. In diesem Kontext entstehen auch gelegentlich Aufsatzveröffentlichungen.
  • Darüber hinaus begleite, vernetze und entwickle ich Jungenarbeit in Sachsen als Vorstandsvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.

Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Durch die Vorabankündigung, dass Mittel für dieses Projekt bereitgestellt wurden und die Arbeit beginnen wird.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Vernetzung ist immer hilfreich, um nach außen zeigen zu können „wir sind viele.“ Außerdem bietet sie eine Lobby, um Kontakte und Verknüpfungen zu anderen Engagierten zu erhalten, um Beratungsmöglichkeiten zu schaffen oder selbst in Anspruch zu nehmen aber auch als eine Art Öffentlichkeitsarbeit für sich selbst und das Thema.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Nein, ich rate aber anderen dazu, dies zu tun und plädiere für ein Engagement an diesem Tage.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Indem ich mich in Fachtagungen für die Notwendigkeit einer geschlechtssensiblen Arbeit mit entsprechenden Rahmenbedingungen einsetze, Lobbyarbeit betreibe und immer wieder in diesem Zusammenhang betone, Jungen nicht auf ihre Schwächen zu reduzieren, sondern ausgehend von ihren Stärken ihnen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu beraten und sie zu begleiten, damit eine stabile Identitätsentwicklung gelingt.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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