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Staatliches regionales Förderzentrum "Hans Bürger"

An dem Förderzentrum "Hans Bürger" in Blankenhain wird seit Jahren die berufliche Orientierung der Schüler groß geschrieben.
Als besondere Profilierung in dieser Richtung arbeitet das Förderzentrum "Hans Bürger" durch verschiedene Projekte und Angebote an der geschlechterspezifischen Berufswahlvorbereitung.
Zentrale Zielsetzung des Projekts "Ich bin ein Bild von einem Mann!?" ist die Reflexion gesellschaftlicher Rollenzuweisungen und männlicher Rollenbilder unter Berücksichtigung historischer Veränderungen und interkultureller Vergleiche sowie die Reflexion der eigenen männlichen Rolle.
Diese innovative Projektidee "Ich bin ein Bild von einem Mann!?" wurde 2007 von Neue Wege für Jungs im Rahmen des Wettbewerbs Fort-Schritte wagen! prämiert.

Kontakt
Staatliches regionales Förderzentrum "Hans Bürger"
Heike Rosenberger
Christian-Speck-Str. 4
99444 Blankenhain
fon: 036459 4 12 77
fax: 036459 4 13 93
email: heike_rosenberger@t-online.de
url: www.fbz-hans-buerger.de
Interview

Sie engagieren sich für eine gendersensible Jungenarbeit und machen Angebote speziell für Jungen. Wie kamen Sie dazu?

  • Schulen stellen sich auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schüler ein. So merkten wir in der pädagogischen Arbeit, dass das Rollenverständnis sich zunehmend geändert hat und Jungen sich nicht nur für „männertypische Berufe und Rollen“ interessieren. Um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, initiierten wir ein Modul „Ich bin ein Bild von einem Mann“ und modifizieren dieses jedes Schuljahr.

Welche konkreten Angebote bieten Sie für Jungen an und welche Jungen erreichen Sie damit?

  • Wir bieten in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern für Jungen der Klassen neun und zehn Module an, um über die Rollenveränderung, Selbstbestimmung und Zielvorstellungen zu reflektieren. Dies umfasst Projekttage oder auch eine Projektwoche im Frühjahr eines Schuljahres.


Wie wurden Sie auf NEUE WEGE FÜR JUNGS aufmerksam?

  • Wir wurden durch die Recherche im Internet auf diese Initiative Neue Wege für Jungs aufmerksam.

Was sind die Vorteile der Netzwerkpartnerschaft, warum haben Sie sich dazu entschieden?

  • Wir erhoffen uns davon einen erweiterten Erfahrungsaustausch über die Grenzen des Bundeslandes hinaus. Des Weiteren bietet eine Netzwerkpartnerschaft die Möglichkeit, gezielt Ansprechpartner bei Projektplanungen und -durchführungen zu finden und auch die eigenen Ergebnisse anderer Schulen bereitzustellen.

Bieten Sie auch Jungenaktionen am Boys’Day – Jungen-Zukunftstag an oder planen diese?

  • Wir nennen diesen Tag „Männertag“ und geben den Jungen die Möglichkeit, sich in verschiedenen Berufsbereichen Ihrer Wahl auszuprobieren. In Diskussionsrunden werden Erfahrungen zusammen besprochen und finden dann im Berufswahlordner seinen Niederschlag.

Wie unterstützen Sie Jungen, „neue Wege“ zu gehen, und wie sehen diese neuen Wege aus?

  • Wir unterstützen Jungen mit Hilfe von individueller bzw. Gruppenberatung durch unseren Berufswahlkoordinator. Dieser organisiert in Absprache mit jedem Einzelnen Berufspraktika, begleitet Informationsgespräche mit der Agentur und berät die Klassenleiter und Eltern.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 
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