Stereotype Rollenbilder als Unterschichts- bzw. Migrantenphänomen
"Nee, weil ich denk auch nicht, dass von meinen Kindern Mädchen einen typischen Jungenberuf ergreifen würden oder Jungs einen typischen Mädchenberuf. Nie im Leben! Bin ich mir absolut sicher! Obwohl die Kinder das toll finden in diesen Kindertagesstätten … Ein Junge hatte letztes Jahr, das ist ein Brasilianer, der fand das so toll, der hat sich so wohl gefühlt und die Erzieher haben alle gesagt, mein Gott kann der das gut. Wird der nie machen, dass der in so ‘nen Beruf geht."
(Experten-Interview mit einer Lehrerin einer Deutsch-Förderklasse, die für die Jungen ihrer Klasse zum Girls'Day wegen mangelnder Deutsch-Kenntnisse anstatt eines Sozialpraktikums einen gemeinsames Besuch in einer Blinden-Werkstatt organisiert hat).
Beobachtung:
- Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an den Angeboten wird eher mit Ziel der gesellschaftlichen Partizipation verknüpft.
- Es findet eine Nicht-Wahrnehmung (auch selbst beobachteter) „untypischer“ Interessen der eigenen Schülerinnen und Schüler statt.
- Die Befragte unterstellt „festgebackene“ Rollenklischees als Phänomene von Bildungsferne, Unterschicht oder Migrationshintergrund.










