„Jungs willkommen!“ – bundesweiter Überblick ĂŒber Jungenförderung vor Ort

Schnupperpraktikum in der Kita, ein Haushaltsparcours oder bei einer Infoveranstaltung in der Uni neue Berufsfelder kennenlernen? In Workshops und pĂ€dagogisch angeleiteten Camps gewohnte Bilder vom „Mannsein“ auf den Kopf stellen?

Neue Wege fĂŒr Jungs bietet ab sofort mit der Datenbank „Jungs willkommen“ allen Anbietern vor Ort eine bundesweite Plattform, um ihre vielfĂ€ltigen Angebote fĂŒr Jungen zur UnterstĂŒtzung bei der Berufs- und Lebensplanung zu veröffentlichen. Zu finden ist die Datenbank unter www.neue-wege-fuer-jungs.de.

Verschiedene Organisationen wie Arbeitsagenturen und Hochschulen, VerbĂ€nde und Unternehmen, Behörden und Gleichstellungsbeauftragte, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie TrĂ€ger der Jugendhilfe engagieren sich mittlerweile vor Ort. Seit dem Start von Neue Wege fĂŒr Jungs vor 5 Jahren sind rund 150 Netzwerkpartner aktiv und werben fĂŒr mehr Jungenförderung. Eine breite Palette von SchĂŒlerpraktika, Aktionen und Seminaren stehen mit Themen rund um die Berufsorientierung bereit. Anbieter setzen damit ein deutliches Zeichen: Sie geben Jungen und mĂ€nnlichen Jugendlichen die Chance, Rollenvielfalt zu erleben und eigene Zukunftsperspektiven zu entwickeln – Orientierung fĂŒr eine sich wandelnde Gesellschaft.

zwei mÀnnliche Jugendliche spielen mit einer Gruppe Kleinkinder ein Holzspiel auf dem teppich. Im Hintergrund schaut eine Erzieherin zu.

Boys'Day in Regensburg: Im Kinderhaus Gesslerstraße spielten 2009 die Jungs mit den Kindern. Foto:Stadt Regensburg, Peter Ferstl

Die Angebote sind ganz unterschiedlich – fĂŒr alle ist etwas dabei:

So können Jungen beim Berufswahl-Rap eigene Gedanken zum Thema Berufswahl formulieren und erleben, dass Schreiben mehr ist als eine Pflichtaufgabe im Deutschunterricht. „Was macht die Berufswahl so schwer?“ „Wer sind meine Vorbilder?“ All das lĂ€sst sich auch kreativ ausdrĂŒcken. Diskussionsrunden – ohne MĂ€dchen – in der Schule zu provokanten Thesen wie "Sind HausmĂ€nner Weicheier?" oder "Wer bei MĂ€dchen ankommen will, muss cool sein!" fördern den Austausch. Und dreht sich im Leben eines Mannes wirklich alles um Erwerbsarbeit? Wie wĂ€re es mit einem mehrtĂ€gigen Seminar unter dem Motto „Arbeit ist nur das halbe Leben...“? Hier können die Jungen etwas ĂŒber die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit, Liebesbeziehung und Beruf erfahren und ganz andere mĂ€nnliche LebensentwĂŒrfe kennenlernen – ĂŒber ihren bisherigen Horizont hinaus.

Zwei Jungen bĂŒgeln ein hemd, eine Frau schaut ihnen zu.

BĂŒgelaktion beim Haushaltsparcours 2009 im Mehrgenerationenhaus Nachbarschatz in Hamburg | Foto: © Neue Wege fĂŒr Jungs

„Bei der Berufs- und Lebensplanung von SchĂŒlern stehen Karrieremann und AlleinernĂ€hrer noch immer hoch im Kurs“, so Fachreferent Miguel Diaz von Neue Wege fĂŒr Jungs. „Die MĂ€nnergeneration von morgen braucht in Schule und Jugendarbeit gezielte Impulse, um sich mit Mut und Selbstvertrauen von ĂŒberkommenen Rollenstereotypen verabschieden zu können. Eine auf Vielfalt und Chancengleichheit zielende PĂ€dagogik muss MĂ€dchen und Jungen in den Blick nehmen.“

Die Datenbank „Jungs willkommen“ gibt LehrkrĂ€ften, Eltern und den SchĂŒlern selbst einen einfachen Zugang zu Angeboten in ihrer NĂ€he. Dies gilt aber nicht nur fĂŒr einen Jungs-Schnuppertag am 22. April 2010 – dem diesjĂ€hrigen Girls’Day – MĂ€dchen-Zukunftstag.

SchĂŒler finden die bundesweite Datenbank auch auf der Website www.respekt-jungs.de, dem Portal mit Tipps rund um soziale Berufe und freiwilliges Engagement.

ZusĂ€tzliche Anregungen fĂŒr erfolgreiche Schnuppertage und Berufspraktika fĂŒr Jungen erhalten interessierte Anbieter mit dem „Praxisleitfaden“ von Neue Wege fĂŒr Jungs und weiteren Materialien und Medien.

» » » zur Datenbank "Jungs willkommen!"

Kontakt:
Service-BĂŒro Neue Wege fĂŒr Jungs
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10, 33602 Bielefeld
fon +49 521 106-73 60 | fax +49 521 106-71 71
E-Mail: info@neue-wege-fuer-jungs.de | www.neue-wege-fuer-jungs.de

Neue Wege fĂŒr Jungs wird vom Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des EuropĂ€ischen Sozialfonds gefördert. Das bundesweite Projekt unterstĂŒtzt und vernetzt lokale Initiativen zur geschlechterbezogenen Jungenförderung bei der Berufs- und Lebensplanung.

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