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22.08.2007 › Zentrale Vergleichsarbeiten: Mädchen lesen besser, Jungen rechnen besser
In den achten Klassen der Schulen in Nordrhein-Westfalen zeigen die Mädchen im Durchschnitt bessere Leistungen im Bereich des Leseverstehens im Fach Deutsch, während Jungen in Mathematik besser abschneiden. Schon in den Grundschulen sind diese Unterschiede erkennbar – allerdings deutlich weniger ausgeprägt. Die Leistungen von Mädchen und Jungen in den dritten Klassen unterscheiden sich nur geringfügig.
Dies sind Ergebnisse der zentralen Vergleichsarbeiten, die im vergangenen Mai erstmals in den dritten und achten Klassen geschrieben wurden. In den Vorjahren hatten die Lernstandserhebungen in den neunten Klassen und die Vergleichsarbeiten VERA in den vierten Klassen stattgefunden.
Beteiligt waren nun in den achten Klassen rund 190.000 Schülerinnen und Schüler in 2100 Schulen und in den dritten Klassen rund 180.000 Schülerinnen und Schüler in 8000 Klassen. Sie wurden in den Leistungsbereichen Deutsch und Mathematik getestet, die achten Klassen darüber hinaus in Englisch.
"In allen untersuchten Bereichen ist die große Mehrheit dieser Grundschüler in der Lage, Aufgaben auf mittlerem oder höherem Anspruchsniveau zu lösen. Auch in den achten Klassen erreichen die meisten Jugendlichen zufriedenstellende und zum Teil sogar exzellente Leistungen”, sagte Schulministerin Barbara Sommer.
Besorgt zeigte sie sich allerdings über den noch zu hohen Anteil der Achtklässler, die die erwarteten Standards der Kernlehrpläne nicht erreicht.
"Diese Jugendlichen nehmen wir mit einem Bündel von gezielten Maßnahmen besonders in den Blick”, sagte Sommer. Die Ministerin betonte: „Die Landesregierung hat bereits 3000 der 4000 versprochenen zusätzlichen Lehrerstellen gegen Unterrichtsausfall und für individuelle Förderung geschaffen. Unser Schulgesetz bildet das Fundament für mehr Leistung und Chancengerechtigkeit in den Schulen. Kein Kind darf verloren gehen."
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