Juni
Geschlechtsbewusste Pädagogik in der Kinder- und Jugendhilfe
Die länderübergreifenden Fortbildung zur Genderkompetenz in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Jugendhilfe (KgKJH) e.V. Sachsen-Anhalt, der Fachgruppe Jungenarbeit in Thüringen und der Evangelischen Akademie Thüringen wird in zwei Modulen durchgeführt. Gender Mainstreaming ist für die Jugendhilfe eine Querschnittsaufgabe, laut Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)ist die Gleichstellung von Mädchen und Jungen verpflichtend. Gerade die praktische Arbeit mit Mädchen und Jungen braucht eine gute fachliche Qualifizierung: Genderkompetenz. Dafür sind ein gendersensibler Blick, fachliches Wissen sowie Methodenkompetenz nötig. Zielgruppe sind Fachfrauen und -männer aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendarbeit, Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte.
Fachtag: Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen in Schule und Jugendarbeit. Konzepte – Erfahrungen – Perspektiven
Die Debatte um Jungen in Bildungsinstitutionen greift relevante Fragestellungen auf, bezieht sich aber häufig auf verkürzte Darstellungen geschlechtsspezifischer Phänomene und weist somit Leerstellen auf. Im Rahmen des Projekts ‚Jungenarbeit und Schule‘ werden seit 2009 Fortbildungsreihen für Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen entwickelt, in denen die komplexen Zusammenhänge geschlechtsbedingter Anforderungen an Jungen in den Blick genommen und praxisrelevante pädagogische Konzepte vorgestellt werden. Die Ergebnisse der bisherigen Arbeit sollen auf dem Fachtag vorgestellt werden.
Weiterbildung: "Wertschätzendes Kämpfen in Gewaltprävention und Jungenarbeit. Weiterbildung zum Kampfesspiele-Anleiter"
Kampfesspiele laden ein zu einem bewussten Spiel mit der der eigenen Kraft und Aggression. Jungen lernen durch eigenes Experimentieren und am Vorbild des Kampfesspiele-Anleiters, konstruktiv mit diesem Potential umzugehen. Beim Ringen, Rangeln und Raufen können Jungen grundlegende Werte für sich entdecken und beginnen, sie zu leben. Dazu gehören gegenseitige Achtung und Wertschätzung, und respektvolle Konfrontation.
Fachtag "Jungskulturen und Bubenszenen - Herausforderungen für die geschlechtsreflektierende Jungenarbeit"
Den Blick in die Jugendkulturen und Szenen der Jungen, werden Experten und Insider, Jungenarbeiter und Wissenschaftler in 13 verschiedenen Workshops ermöglichen. Sie präsentieren Jungenthemen wie elektronische Spielkulturen, Gewaltkulturen, Pornos, Clubkultur und Partyszene, Ultras, islamische Jungenkultur, rechte und linke Jugendbewegung, Queers, HipHop, Bodybuilding und Umgang mit der eigenen Körperlichkeit. Auch auf die
kleinen Jungen in den Kitas, die Bubenszene, wird ein Blick geworfen und der Forderung „Mehr Männer in Kitas“ nachgegangen.
4. Landesarbeitskreis Männer in Kitas
Am 15. Juni 2012 findet in Magdeburg der 4. Landesarbeitskreis Männer in Kitas statt. Eingeladen sind alle männlichen pädagogischen Fachkräfte aus Krippen, Kitas und Horten in Sachsen-Anhalt. Hauptthema der Arbeitskreissitzung ist "Männliche Fachkräfte unter Generalverdacht" Jens Krabel von der Koordinationsstelle Männer in Kitas aus Berlin wird beim 4. Landesarbeitskreis zu Gast sein und den TeilnehmerInnen mit seiner Expertise zum Thema für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.
Fachtagung: Extreme Rechte und Gender
Diese Tagung befasst sich mit dem wachsenden Anteil von Mädchen und jungen Frauen als Sympathisantinnen, Mitglieder, Funktionärinnen und Kader der rechtsextremen Szene und mit den Männlichkeitsbildern, die für männliche Jugendliche sehr attraktiv sind. Des Weiteren geht sie auch der Frage nach, welche neuen Tendenzen sich in der rechtsextremen Szene beobachten lassen – vor allem mit Blick auf den Wandel des traditionellen Geschlechterverhältnisses.
Weiterbildung: Pädagogisches Handeln in der Einwanderungsgesellschaft
Der rote Faden der Weiterbildung geht entlang der Frage, wie sich die Realität der Einwanderungsgesellschaft in unserem Handeln, im Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen, aber auch in den Einrichtungen angemessen widerspiegeln kann. Die vier je dreitägigen Module stehen ausschließlich den bisherigen Teilnehmenden der Weiterbildungen „Pädagogisches Handeln …“ offen. Das erste Modul findet am 21./ 22. Juni 2012 in Gültstein statt. Anmeldeschluss ist der 15.04.2012.
Abschluss-Fachtag: „Demokratie gestalten – (K)eine Frage der Bildung?!“
Der Fachtag, welcher in Kooperation mit der Landeszentrale politische Bildung im Land Sachsen-Anhalt statt findet, widmet sich den Fragestellungen: * Welche Art von Bildung „hilft“ unter welchen Bedingungen wem – oder: Was trägt wirklich dazu bei, dass sich bei Menschen Haltungen und Einstellungen in Bezug auf Demokratie und Toleranz verändern? * Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit das Bildungsziel „Haltungsveränderung in Richtung Demokratie und Abbau menschenfeindlicher Einstellungen“ erreicht wird? Hierfür werden die Ergebnisse der praktischen Umsetzung und der wissenschaftlichen Begleitung des 3-jährigen Modellprojektes: „Begegnung mit Respekt –Förderung Interkultureller- und Genderkompetenz bei Auszubildenden und Ausbilder_innen“ präsentiert.
Detailierte Informationen zur Veranstaltung und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es ab Ende April 2012.
Kongress: zukunft: pflegen + begleiten
Auf dem 3. Kongress für Lernende und Studierende in Pflege und Assistenz heißt es vom 25.-27. Juni 2012: Gemeinsam Visionen für die Pflege und Begleitung von morgen entwickeln. Auch das Boys' Day - Team ist mit einem Stand vertreten und stellt die Inhalte und Ziele des Projektes vor.
Fachtagung: "Bist du so, wie ich dich seh'?“
Bereits im Vorschul- und Grundschulalter orientieren sich Kinder über Gruppenzugehörigkeiten (wie z.B. Geschlecht oder Ethnie) und über Abgrenzung gegenüber den so genannten „Anderen“.Sie übernehmen einerseits Vorurteile der Umwelt und konstruieren andererseits auch aktiv anerkennende oder abwertende Haltungen gegenüber bestimmten Personengruppen. Für die landesweite Fachtagung konnten Expert_innen gewonnen werden, die sich mit Anti-Bias Ansätzen und mit pädagogischen Konzepten zur kulturellen Vielfalt auseinander setzen. Ziel der Tagung ist es, sowohl diskriminierende Strukturen aufzuspüren und zu benennen, als auch Handlungsansätze der pädagogischen Praxis wahrzunehmen und zu diskutieren.



